Verbrenn all meine Briefe
Ein Dichter auf Spurensuche
Die Geschichte beginnt mit einer Einsicht: Als der Schriftsteller Alex Schulman eines Abends von seiner Frau angeherrscht wird, sie wisse nicht, wie lange sie „das alles noch ertragen könne“, wird ihm klar, es ist höchste Zeit, sein Verhalten zu ändern. So beschließt der Autor, etwas gegen seine Wutanfälle zu unternehmen und landet in den Abgründen seiner Familiengeschichte:
Die Großeltern, bei denen Schulman als Kind häufig die Ferien verbrachte, hielt ein dunkles Geheimnis zusammen. Großvater Sven Stolpe, ein hochrangiger schwedischer Schriftsteller, war aufgrund seiner despotischen Art ein gefürchteter Mann. Als Stolpe im Sommer 1932 mit seiner jungen Frau Karin ein Autorenseminar im malerischen Sigtuna besucht, verliebt sich diese in den sensiblen, aufstrebenden Dichter und Publizisten Olof Lagercrantz. Beim Versuch Karins, sich von ihrem Mann zu trennen, zeigt sich, dass dieser vor nichts zurückschreckt und damit das Glück der drei Menschen zerstört. Über vierzig Jahre lang bleibt Olof in unzähligen, poetischen Briefen und Gedichten einer Liebe treu, die beide nie leben durften.
So poetisch und zart uns Schulman in die Liebesgeschichte eintauchen lässt, so zurückgenommen zeigt er sich zunächst in den Passagen der Selbstreflexion und der Spurensuche. Die Intensität, welche durch das Verweben der Ebenen entsteht, gehört zu den vielen Stärken des Buches.
Während die Verfilmung der Geschichte in Schweden seit dieser Woche im Kino anläuft, dürfen wir uns über das Erscheinen der Romanbiograpie in einer feinfühligen deutschen Übersetzung freuen!
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Im Rahmen der Aachener Krimitage freuen wir uns auf
Andreas Storm
mit seinem Erstlingskrimi
Das neunte Gemälde
"Eine Leiche in einem Bonner Hotel. Ein geheimnisvolles Gemälde. Und eine Spur, die den Ermittler an die Abgründe der jüngeren europäischen Geschichte führt - und an die seiner eigenen Familie. Das neunte Gemälde ist der erste Band einer packenden Krimireihe um den Kunstexperten Lennard Lomberg.
Bonn im April 2016. Auf dem Weg zum Flughafen erhält Lennard Lomberg einen rätselhaften Anruf. Ein Mann namens Dupret drängt ihn, die Rückgabe eines verschollenen kubistischen Gemäldes zu organisieren, das sich unrechtmäßig im Besitz einer französischen Stiftung befinden soll. Kurz darauf wird Dupret tot in einem Bonner Hotel aufgefunden. Von dem Gemälde fehlt jede Spur.
Sofort gerät Lomberg ins Visier von Kriminalrätin Sina Röhm. Ihre Ermittlungen zeigen, dass der einst von den Nazis geraubte mutmaßliche Picasso unmittelbar mit der Geschichte von Lombergs Vater verbunden sein könnte. Lomberg senior hatte sich seinerzeit vom einfachen Leutnant für Kunstschutz im besetzten Paris der 1940er bis zum Generalbundesanwalt der Bonner Republik hochgearbeitet.
Lennard Lomberg wird zum Detektiv in eigener Sache. Immer tiefer taucht er ein in die tragische Geschichte des neunten Gemäldes, und wird schließlich mit einer explosiven Wahrheit über seine Familie konfrontiert. Klar ist: Lomberg muss das Gemälde finden. Doch die sich anbahnende kunsthistorische Sensation ruft skrupellose Gegenspieler auf den Plan, die über Leichen gehen, um vor ihm an das Kunstwerk zu gelangen."
am Donnerstag, den 10.11.2022 um19:30 Uhr
in unserer Buchhandlung
Ticket VVK 12,- / Abendkasse 15,-
Wir freuen uns auf einen illustren Krimiabend
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